I love London

I was seventeen when I fell in love with a wonderful city. It was London, the swinging London of the 1960ies.  I experienced a cosmopolitan and tolerant city. Many things have changed since then, but still it is. London had to endure a lot of terror incidents during the last decades,  attacks from IRA and attacks related to the Middle East.  I appreciate that neither all Muslims nor all Catholics were or are under general condemnation in this city.  

After the recent terror attack I express my solidarity with this city using similar words as President John F Kennedy did in Berlin 1962, he said “ Ich bin ein Berliner “

Today I say : I am a Londoner 

Die Unheilige Allianz

2017 ein Wahljahr in vielen europäischen Ländern. Den Auftakt hat Holland gemacht. Die von Geert Wilders geführte rassistische Partei hat glücklicherweise ihren Stimmenanteil von 10% nur auf 13% erhöhen können. Ich freue mich, dass eine breite Mehrheit von deutlich mehr als 80% der niederländischen Wähler den Rechtsextremen und Rassisten eine klare Absage erteilt hat.
Doch das ist keineswegs ein Anlass, sich jetzt entspannt zurückzulehnen. Wir sehen überall in Europa und auch in den USA stärker werdende rassistische Kräfte, die bis weit in die etablierten Parteien hineinreichen.
Der republikanische Congressman Steve King aus Iowa ( nicht zu verwechseln mit dem Schriftsteller ähnlichen Namens!)schreibt:
“ Wilders versteht, dass Kultur und Demographie unser Schicksal sind. Wir können unsere Zivilisation nicht wiederherstellen mit den Babies anderer Leute.“ Und er findet sofort Beifall bei David Duke, dem ehemaligen Führer des Ku Klux Klan. “ Gott segne Steve King“ schreibt der in einem Kommentar dazu. Die Ideen Steve Kings werden ja auch von der deutschen AFD geteilt, die gegen „Umvolkung“ ( welch ein perverser und verwirrter Begriff) wettert und am liebsten möchte, dass jede völkisch deutsche Mutter mindestens drei Kinder zur Welt bringt, damit die deutsche Nation erhalten bleibt. Wir sehen eine unheilige Allianz . Die reicht von den Rassisten in den USA zu Le Pen, Wilders, der AFD in Deutschland und anderen Rechtsextremen in Europa.
Dagegen sollten wir klar Stellung beziehen. Wir müssen unsere Kultur und unsere abendländischen Werte der Aufklärung verteidigen. Die Werte der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und die Werte der französischen Revolution.
Nationen ja- aber es sind Kulturnationen, keine die sich durch völkische Abstammung definieren. Zu dieser Kultur gehört die Tradition der Aufklärung, religiöse Toleranz, Freiheit und Gleichheit für alle Menschen.
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Nichts bringt die Werte unserer Kultur besser zum Ausdruck als dieser Artikel 1 der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom Dezember 1948. Das alles und nichts weniger gilt es zu verteidigen.

Somebody Else`s Babies

There will be some important elections 2017 in Europe. The first were last week in the Netherlands. I`m glad that Geert Wilders and his racist party only got 13% of the votes and an overwhelming majority of much more than 80% of Dutch voters rejected right wing parties.
But it`s not a time to relax. We see in Europe as well as in the USA strengthening racist movements. The Republican Congressman Steve King from Iowa says: “ Wilders understands that culture and demographics are our destiny. We can’t restore our civilization with somebody else’s babies“ And he is praised by David Duke,  former leader of the Ku Klux Klan : “ God bless Steve King.“

We see a world wide alliance of white supremacists and other racists. Among them Steve Bannon, chief strategist of Donald Trump, the French nationalist leader Marine Le Pen, Prime Minister Viktor Orban of Hungary and Poland ’s rightist string-puller Jaroslaw Kaczynski, they are a part of the vanguard in a “ very brutal and bloody fight for a white – dominated Christian order against Muslims,migration and miscegenation“ as Steve Bannon says. In a Europe dominated by such politicians Putin would hold sway, because he thinks the same way.

All people who want our values and true Western culture to be preserved, have to stand together against such movements. Our culture isn’t defined by color of skin or any genetic code, it is defined by values and a tradition that go back to the age of enlightenment, to the American  Declaration of Independence  and  to the values of the French Revolution : Liberty,  Equality and Fraternity. These values are at stake, no more no less. Let’s stand for them!

Nationalismus 🆚  Globalismus?

ich habe mich in der letzten Zeit mit den Ideen Steve Bannons beschäftigt, der jetzt Chefstratege des Weißen Hauses ist und immer mehr zum Chefideologen der extremen Rechten wird. Er meint es gäbe eine weltweite Auseinandersetzung zwischen Nationalismus und Globalismus. Diese These ist ebenso gefährlich, wie grundfalsch, weil sie die Frontlinien der Auseinandersetzung verfälscht.
So etwas wie Globalisierung hat es immer gegeben. Im 19. Jahrhundert nannte man das beispielsweise Kolonialismus. Und wenn wir weiter zurückgehen in die Zeit des römischen reiches, dann stellen wir fest, damals wurden die größten Teile der damaligen Welt ausgeplündert von den Herrschenden in Rom. wobei ihnen eine kleine korrupte Oberschicht in den Provinzen hilfreich zur Hand ging. Soviel hat sich also gar nicht geändert oder?
Doch zweierlei hat sich geändert. Erstens sind die mächtigen Konzerne heute international aufgestellt. Nationale Interessen spielen keine Rolle mehr, es geht nur um die Profitinteressen des Konzerns. Wenn zB der in Deutschland basierte internationale Bayer Konzern den in den USA beheimateten internationalen Monsanto Konzern kauft, hat das weder mit deutschen noch mit US amerikanischen Interessen zu tun.
Und etwas anderes hat sich geändert. wir leben in einer Informationsgesellschaft weltweit. Wenn beispielsweise irgendwo in Afrika auf einem Großbildschirm tausende Menschen ein Fußballspiel von Bayern München verfolgen, und zwischendurch Werbung für teure Autos, Schmuck und Uhren ausgestrahlt wird, wen wundert es da, dass sich die Sehnsüchte der armen und ausgebeuteten Leute dort auf Deutschland oder ähnliche Länder ausrichten? Diese Entwicklung verstärkt sich natürlich, wenn durch Kriege und Klimaveränderung ihre Lebensbedingungen immer schlechter werden. Um Missverständnisse zu vermeiden ,  eine unbegrenzte Einwanderung aus armen Ländern in reiche kann natürlich keine Lösung sein.

Aber wir in den reichen Ländern profitieren von der Ausbeutung in den ärmsten Ländern der Welt. Wer mir jetzt sagt: Ich doch nicht! den frage ich, ob ihm nicht klar ist, dass sein Handy und sein Auto nicht funktionieren würden ohne Rohstoffe aus Afrika, und dass seine Kleidung und seine Schokolade, die er so günstig kauft, unter Bedingungen schlimmster Ausbeutung produziert wurden?
Ja es geht uns schon an, was in der Welt geschieht. Aber es geht nicht um Nationalismus oder Globalisierung. Die IG Farben im 3. Reich waren ein Konzern unter nationaler Kontrolle, und unter nationalem Oberkommando haben sie Zyklon B zur Ermordung von Millionen Juden hergestellt.
Ich bin auch nicht in jedem Fall ein Verfechter des Freihandels. Die Wirtschaft in manchen schwachen Ländern braucht Schutz und die Landwirtschaft im den ärmsten Ländern der Welt darf nicht dem gnadenlosen Profitzugriff der internationalen Agrarkonzerne schutzlos ausgesetzt sein. Aber wenn zum Beispiel Donald Trump sich beschwert, dass mehr deutsche Autos in den USA fahren als umgekehrt, dann ist meine Meinung, eine starke Wirtschaft ,wie die USA sie haben, braucht keine Schutzzölle, sondern innovative Industriepolitik.

Es geht nicht um Nationalismus oder Globalisierung. Es geht darum ob die Werte der freien Welt, zutiefst amerikanischen Werte, gelten oder nicht: Alle Menschen sind gleich geschaffen und mit gleichen Rechten ausgestattet. Und das unabhängig von Hautfarbe, Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung. Und dass internationale Konzerne im Interesse der Mehrheit der Menschen kontrolliert werden und nicht zügellos Profite für wenige schaffen.
Nicht Amerika, Deutschland oder wer auch immer zuerst.
Unsere Erde und ihre Menschen zuerst!

Nationalism vs Globalism ?

During the last time I`ve dealt with the ideas of Steve Bannon, the chief strategist of the White House, who is becoming more and more something like a chief ideologist of the extreme Right. He says, there’s a world wide fight between nationalism and globalism. This thesis is as dangerous as wrong. The front lines are quite different. Something like globalization has always been existing. It was called colonialism in 19 . century.  And going further back in history, during Roman Empire Rome plundered the provinces with the help of a small upper class there. Not so much changed, or?

Two things have changed. At first the powerful corporations are today internationally oriented. If for instance the Bayer corporation that is located in Germany buys the US based international corporation Monsanto, that’s nothing to do with German or American interests.

And something else has changed. We live in a worldwide information society. For example people in Africa watch a European soccer game and they see at the same time commercials for expensive cars, jewellery, watches etc. Is it surprising, that under these circumstances the desires of the poor exploited people are directed to the rich countries of the world? This development is intensifying of course the more their situation worsens because of wars and climate change. Please don’t misunderstand me, an unlimited migration from poor to rich countries will be no solution of these problems, they have  to solved at first in the poor countries themselves.

But we all in the rich countries take advantage of the exploitation in poor countries. If someone answers: ‚ Myself?  Never!‘ I answer back: Do you know that neither your car nor your cell phone would work without raw materials from Africa? Are you aware of the fact, that you couldn’t buy your clothes or your chocolate as cheap as you do without worst exploitation in poor countries?

Yes,  we in the rich countries are responsible of that, what does happen in the poor parts of world. And it’s not a question of nationalism or globalism.  IG Farben in Nazi Germany for example were a corporation under national control.And under national command they produced Zyklon B, a gas, which was used to murder millions of Jews.

I am not a supporter of free trade in every case. Weak economies in poor countries surely need protection. Agriculture in African countries must not be exposed without protection to profeteering of international agricultural groups. But if Donald Trump whines there are more foreign cars sold in the USA than vice versa, my opinion is: A strong economy as that of the US doesn’t need protective tariffs but innovative industry policy.

It’s not a question of nationalism or globalism. It’s a question, if the values of the free world matter, the original American values. All men are created equal and endowed with equal rights, and this without regard to color of skin, religion or sexual orientation. And the question is, if international corporation are unrestrained to create recklessly profits for only a few.

Not America first, Germany first or any other country first. 

This planet and mankind first! 

The Fourth Pillar of Democracy

How do we recognize whether a country is a democracy or not? Elections? There are elections in Russia, Turkey and Iran. How free they are, can be discussed of course. Separation of power? You find at least formally nearly everywhere a separation between government, parliament and judiciary. I think the crucial question is, how the press is treated. Imagine a journalist in Russia suspects Mr.Putin is involved in illegal transactions. I´m afraid he has to fear for his life or his freedom, or both. Or a journalist in Turkey tries to prove Mr.Erdogan or a member of his family is corrupt. I´m sure they would say, he is an ally of terrorists and he`d be in prison very quickly. And I bet, similar things would happen in countries like China or Iran.
And in Western democracies? I`m convinced the litmus test for democracy is, how free press is treated. One example: When in 1962 the newsmagazine „Der Spiegel“ critically reported about the operational capacity of German Army, the German government stroke back, prosecution, arrests etc. But civil society, opposition and some members of cabinet reacted with protests. Secretary of Defence Franz J. Strauss had to step down and the days of Adenauer government were finally numbered, one year later he retired. That was the first serious test for the young German democracy. It was successfully passed. 50 years later German journalists investigated against President Christian Wulf because of suspect having taken private advantage in office. He tried to intimidate press representives on phone. Though accusations proved to be very small, he had to step down one month later. Test passed again.

There are other examples of leading politicians reacting very aggressively to press investigations. Richard M. Nixon said, „the press is the enemy“, when investigations on Watergate became uncomfortable for him. That didn’t help. August 8 1974 he resigned forstalling an impeachment. A triumph of freedom of press and democracy.

It’s a lesson of history, every dictatorship begins with muzzling the press. In these days we see again a president of the USA, who says „the press is an enemy of the people“. Resist the beginnings. I am confident the people and the constitutional system of checks and balances of the USA are strong and observant enough to stop him. Trump has to change his path or he will hopefully share the fate of Richard M. Nixon. 

Die vierte Säule der Demokratie

Woran erkennen wir, ob es sich um eine Demokratie handelt? An Wahlen? Die gibt es in Russland, Iran, Türkei auch. Wie frei die sind, darüber kann man natürlich streiten. Gewaltenteilung: Regierung, Parlament, Gerichtswesen. Fast überall zumindest formal vorhanden. Eine ganz wichtige Frage ist, wie die Regierung mit der Presse umgeht. Stellen Sie sich vor, ein Reporter hat in Russland den Verdacht, die Regierung, sei an illegalen Aktivitäten beteiligt. Sicherlich muss er um seine Freiheit oder sogar um sein Leben fürchten. Oder eine Zeitung ermittelt wegen des Verdachts Präsident Erdogan oder Familienmitglieder seien in Korruptionsfälle verwickelt. Sehr schnell gelten diese Journalisten als Unterstützer von Terroristen, sind im Gefängnis und die Zeitung ist geschlossen. Ähnliches würde auf jeden Fall für Länder wie China, Iran und manche mehr gelten.
Und in westlichen Demokratien? Ich bin der Überzeugung der Lackmus-Test für eine Demokratie ist der Umgang mit der Presse. Beispiel, als das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ 1962 kritisch über die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr berichtete, schlug die Bundesregierung zurück. Strafverfolgung, Verhaftungen usw. Die Öffentlichkeit, Opposition und auch der Koalitionspartner in der Regierung ließen sich das nicht gefallen. Ergebnis Verteidigungsminister Franz Josef Strauß musste gehen und auch die Tage der Regierung Adenauer waren gezählt. Ein Jahr später war Konrad Adenauer, der im Bundestag von einem „Abgrund von Landesverrat gesprochen hatte“ endgültig nicht mehr Kanzler. Die relativ junge westdeutsche Demokratie hatte ihren ersten Härtetest bestanden.
Ein weiteres Beispiel, als Anfang 2012 der damalige Bundespräsident Christian Wulf in beispielloser Selbstüberschätzung versuchte, die Presse telefonisch einzuschüchtern, war das Ende seiner Amtszeit eingeläutet. Obwohl der Vorwurf der Vorteilsnahme sich letztendlich auf lächerlich geringe Tatsachen beschränkt sah, musste Christian Wulf am 17.Februar 2017 zurücktreten. Demokratie Test bestanden.
Es gibt andere Beispiele führender Politiker in westlichen Demokratien, die auf Ermittlungen der freien Presse äußerst aggressiv reagierten. US Präsident Richard M. Nixon erklärte die Presse zum Feind, weil deren Untersuchungen in der Watergate Affäre sehr unangenehm wurden. Alles hat ihm nichts geholfen, am 9. August 1974 musste Nixon zurücktreten, um einem erfolgreichen Impeachment zuvorzukommen. Ein Triumph der Pressefreiheit und der Demokratie.
Die Geschichte lehrt uns, jede Diktatur beginnt mit dem Versuch, die Presse mundtot zu machen. In diesen Tagen erleben wir erneut einen US Präsidenten, der die freie Presse zum „Feind des Volkes“ erklärt. Wehret den Anfängen! Ich bin überzeugt, das demokratische Bewusstsein in den USA ist stark genug, alle Angriffe auf die Pressefreiheit erfolgreich abzuwehren. Präsident Trump wird mit seinen Versuchen, die Presse einzuschüchtern und mundtot zu machen scheitern. Wenn er nicht wenigsten teilweise zurückschraubt, sollte er in Zukunft das Schicksal von Richard M. Nixon teilen.