Ein Leben ist soviel wert wie das andere, unabhängig von Alter, Aufenthaltsstatus, Behinderung, Vorerkrankung etc !

Wir erleben durch die Corona Pandemie zur Zeit die größte weltweite Krise seit vielen Jahrzehnten. Dadurch werden unsere ethischen Grundsätze auf den Prüfstand gestellt. Was ist wichtiger, Menschenleben oder wirtschaftlicher Erfolg? Gibt es Menschenleben, die mehr zählen als andere?

Ich bin froh, dass sich fast überall die Erkenntnis durchgesetzt hat, Strategien, die man unter dem Begriff Herden Immunität zusammenfassen kann, führen in die Katastrophe, und zwar medizinisch, letztendlich auch wirtschaftlich, aber vor allem ethisch.

Eine Strategie, die vor allem darauf beruht, Risikogruppen zu isolieren und alle anderen weiter machen zu lassen wie bisher, zeugt nicht nur von Ahnungslosigkeit sondern wäre auch eine ethische Bankrotterklärung. Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen, Patienten mit den verschiedensten Vorerkrankungen, Raucher und einige andere. Insgesamt gehören – selbst vorsichtig gerechnet – mindestens ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland zu diesen Gruppen. Natürlich ist es eine Illusion ein Drittel der Bevölkerung von den anderen Zweidritteln wirksam und dauerhaft zu isolieren. Aber vor allem steckt – zu Ende gedacht – eine bedenkliche Einstellung dahinter, nämlich die, es gäbe Leben das weniger wichtig ist als anderes.

Natürlich gibt es die Triage Problematik. Wir kennen sie von Massenunfällen und neuerdings auch aus Krankenhäusern in Italien und Spanien. Ärzte müssen in extremen Notlagen entscheiden, welches Leben gerettet werden kann und wo man aus medizinischer Sicht keine Chancen mehr sieht. Aber Entscheidungen dürfen in solchen Situationen nur aus medizinischen Überlegungen getroffen werden und nicht aus anderen Gründen.

Natürlich wird man in den nächsten Wochen gründlich über stufenweise Ausstiegsszenarien aus den gegenwärtigen Beschränkungen nachdenken müssen. Einen Shutdown über 12 Monate hält keine Gesellschaft aus. Wichtig ist aber, dass mit Augenmaß und Vorsicht bei diesen Überlegungen vorgegangen wird. Und vor allem, dürfen unsere ethischen Prinzipien dabei nicht über Bord geworfen werden. Menschenleben sind wichtiger als wirtschaftlicher Erfolg und jedes Leben ist gleich wert.

Auch die Corona Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen werden eines Tages überwunden sein. Wichtig wird sein, dass wir dann sagen können, wir haben es geschafft unter Bewahrung der ethischen Grundwerte unserer Gesellschaft.

The Virus Is Not Interested In The Election Campaign

We are currently experiencing the biggest global crisis since WW II. At the same time, we are at the beginning of what may be the most important presidential election campaign for decades. This could be the incumbent’s hour. Good and prudent crisis management would be the best recommendation for re-election.

But what did Trump do ? At first he downplayed the danger of coronavirus, then he declared war against it and in these days he seems to want to end it as soon as possible. Would be a wonderful narrative for the campaign. I came, I saw, I conquered. And since the states hardest hit by corona are those that won’t vote for him anyway, Trump hopes this strategy could work.

However the virus is not interested in the election campaign. The World Health Organization warns that the US could become the next global epicenter of the pandemic, if the virus continues to spread unhindered. Only: Trump is deaf for this message, just praising every day how much better than everyone else his government has the crisis under control.

Trump`s strategy will only work, if the virus does not spread to the battle ground states and red states. If the corona cases will skyrocket in Arizona, Florida, Michigan, Minnesota, Pennsylvania etc, it will be impossible for Trump to convince the voter, that he did a good crisis management. The Democratic nominee only needs to point out the dangers of putting life at risk for rising stock prices at Wall Street. And by the way, if the US should become the next global epicenter of the pandemic, Wall Street will slump anyway and Trump is lost.

If you want to hear my prediction, the US is one of the western countries least prepared to control the corona crisis and US citizens will have to pay a heavy price to get rid of Trump.

Warum ich trotz meiner 70 Jahre und auch in Zeiten von Corona am Steuer eines Taxis sitzen werde

In den letzten paar Jahren meines Berufslebens bin ich Taxi gefahren. Dazu kam ich damals, weil ich es vorzog gegen Ende meines wechselvollen Berufslebens – nach Stationen sowohl im Uni als auch im Managementbereich – lieber diese Tätigkeit auszuführen als meine Prinzipien zu verraten. Inzwischen bin ich seit Jahren Rentner und selbst-publizierender Schriftsteller. Es ist glücklicherweise nicht finanzielle Notwendigkeit, die mich dazu bewogen hat, immer noch ein paar Stunden Taxi zu fahren.

Heute leben wir in Zeiten von Corona und ich habe mich natürlich gefragt, soll ich mir das – wo ich altersmäßig zu einer Risikogruppe gehöre – noch antun, durch diese Tätigkeit verstärkt Kontakten ausgesetzt zu sein. Meine Antwort war: Ja. Denn gerade im mehr ländlichen Bereich, in dem ich tätig bin, wird eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Ich fahre Patienten zur Dialyse, zur Chemo oder Krebsbestrahlung, Senioren zum Arzt, die anders da kaum hinkommen könnten, und Leute, die kein Auto haben, vom Einkauf nach hause. Natürlich versuche ich, mich und andere durch Einhaltung von Hygienestandards zu schützen und im privaten Bereich habe ich soziale Kontakte herunter gefahren. Aber genau das ist es, was wir in diesen Zeiten brauchen. Schutz durch Einhaltung bestimmter Standards und Reduzierung nicht notwendiger Sozialkontakte einerseits, wie Erfüllung der Aufgaben zu Aufrechterhaltung des notwendigen öffentlichen Lebens andererseits.

Ich will auch nicht verschweigen, dass Taxifahren mir Spaß macht. Ich habe Kontakt zu vielen interessanten Menschen, ich erfahre von ihren Problemen und teilweise ihre Lebensgeschichten. So manche Anregung für meine schriftstellerische Tätigkeit stammt auch aus diesem Bereich. So ist es mir oft gelungen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Ich werde also weitermachen, auch in diesen Tagen. Viele andere werden den Job auch ausüben. Und wenn Sie diesen Service in den nächsten Tagen in Anspruch nehmen, vielleicht sagen Sie den Kollegen einfach mal : Danke

Who should run for President? The one with the best chances to win.

The race for Democratic presidential nominee is far from being decided. Biden 527 delegates, Sanders 451, needed to win 1.991.

The results of Super-Tuesday set up a pitched battle for the party’s nomination between two starkly different candidates and visions for the future: a contest between Biden, a former Vice President with broad support among moderates, African Americans and Democratic officials, and Sanders, an independent democratic socialist with a grassroots army that has diversified this election cycle to encompass a growing number of Latinos. But both have one thing in common, both are the better choice than Donald Trump. That`s why I think, the one with the best chances to win should run.

Remember, the popular vote doesn`t count, the election is decided by the electoral college. 65.85 mio voted for Clinton, 62,98 voted for Trump, but in the electoral college 227 -304 . The majority in favor of Trump was at most 1.2% in 4 decisive battle ground states. They were Michigan, Florida Wisconsin and Pennsylvania. If the electorates of these states had gone to the other side, the count in the electoral college would have been 302-229. Assuming the other states vote similarly to 2016, a minor swing in 3 or even 2 of the biggest a.m. battle ground states would be enough to vote Trump out of office. That`s why I think, who ever performs best in these states should be the nominee of the Democratic Party.

Here the calendar of primaries : Michigan 03/10 ( 16 electoral votes ) , Florida 03/17 ( 29 electoral votes ) , Wisconsin 04/7 ( 10 electoral votes ) , Pennsylvania 04/28 ( 20 electoral votes ) . Latest end of April we`ll know more.

If all stand together, who want Trump out of office, there will a good chance on November 3.

Keine Illusionen: Rassistische und autoritäre Einstellungen sind verbreitet

Manche meinen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Mir wird manchmal vorgeworfen, die Forderung nach klarer Abgrenzung gegenüber rechts – ohne wenn und aber – würde nur spalten. „Das sind doch nicht alles Nazis“ höre ich. Der Kandidat für den CDU Vorsitz Friedrich Merz brüstet sich damit, er traue sich zu, die AFD Wahlergebnisse zu halbieren. Man meint, ein bisschen Verschiebung nach rechts und schon wäre das Problem weitgehend gelöst. Machen wir uns nichts vor. Die Problematik liegt viel tiefer.

„Was Deutschland braucht, ist eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert.“ Völlige oder teilweise Zustimmung 19,4%. „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert.“ Völlige oder teilweise Zustimmung 11,1% . ( Leipziger Autoritarismus Studie 2018 ) . Es gibt verschiedene Studien in den letzten Jahren und Jahrzehnten, die zu ähnlichen Ergebnissen führen.

Wie wir Leute, die solche Ansichten vertreten auch immer nennen, es ist eine Tatsache, je nach Fragestellung ist es eine Minderheit von knapp über 10% oder sogar wesentlich mehr, die autoritäre, demokratiefeindliche und rassistische Einstellungen vertritt. Was sich in den letzten Jahren geändert hat: Diese Leute waren früher unter den Wählern aller anderen Parteien oder auch in der Gruppe der Nichtwähler versteckt. Heute gibt es eine Partei, die AFD, die in allen Parlamenten sitzt und diese Minderheit weitgehend eingesammelt hat.

Die Erfahrung zeigt, diese Leute sind sehr tief von Angst und Hass geprägt und verschließen sich in ihrer überwiegenden Mehrheit rationalen Argumenten. Diese Erfahrung habe ich übrigens auch bei zahlreichen Diskussionen mit Trump Anhängern in den USA gemacht. Grundsätzlich habe ich oft eine Übereinstimmung der Kern-Einstellungen von Trump Anhängern und AFD Wählern festgestellt. Und damit sind wir bei einer sehr wichtigen Frage. Wenn wir denen nicht ohne allen Zweifel klar machen, sie sind eine Minderheit, deren Überzeugung im klaren Gegensatz zu den Werten der großen Mehrheit steht, dann bestärken wir diese Leute noch. Wenn wir der Meinung sind, „das ist doch Fleisch von unserem Fleisch“, die sind ganz einfach zurückzuholen, dann könnte beispielsweise die Union eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie die Republikaner in den USA.

Natürlich soll man niemanden endgültig aufgeben. Aber es geht um das Bohren dicker Bretter. Nur durch geduldige und langfristige Bildungsarbeit ist etwas zu erreichen. “ Wo wir uns bilden, da ist unser Vaterland“ ( Johann Wolfgang von Goethe ) .

Viele, die sich als Verteidiger konservativer Werte aufspielen, meinen damit überholte Normen und Strukturen

Grundwerte sind zeitlos. Sie gelten heute wie vor 2.000 Jahren. Dazu gehören Ehrfurcht vor dem Leben, Ehrfurcht vor der Schöpfung, Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Viele Menschen teilen diese Werte auf der Grundlage christlicher oder auch anderer religiöser Überzeugungen, aber es ist natürlich auch möglich basierend auf einer atheistisch/humanistischen Weltanschauung diese Werte zu vertreten. Es ist durchaus möglich ein in sich geschlossenes philosophisches Wertesystem zu entwickeln, bei dem statt der oben genannten Werte rücksichtloses Verfolgen der Eigeninteressen oder der eigenen nationalen Ziele ganz oben stehen: Allerdings, wer das macht und vorgibt sich dabei auf abendländische Werte oder gar ein christliches Menschenbild zu stützen, ist ein elender Heuchler.

Anders als die Grundwerte unterliegen Normen und Strukturen dem gesellschaftlichem und historischem Wandel. Normen besagen, wie man sich in der Gesellschaft verhalten sollte, ansonsten würde man sozial bestraft. Beispiel: Homosexualität wurde vor nicht allzu langer Zeit strafrechtlich verfolgt, auch danach gesellschaftlich weitgehend geächtet, heute ist dies zumindest größtenteils glücklicherweise nicht mehr der Fall. Auch Strukturen unterliegen dem Wandel. In der Vergangenheit waren Familien, Firmen, Parteien, war die gesamte Gesellschaft von patriarchalische Strukturen geprägt. Wir erleben heute immer mehr die Überwindung dieser Strukturen. Zu den Strukturen der Vergangenheit gehörte auch, dass man männlich, weiß, aus „guter Familie“ und ohne Migrationshintergrund sein musste, um gute Karrierechancen zu haben. Langsam aber unaufhaltsam setzt sich heute die Erkenntnis durch, dass so etwas in dem Einwanderungsland Deutschland für den Erfolg unseres Landes äußerst schädlich ist. Aus diesen Gründen ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, dass viele, die sich konservativ nennen und sich gern als Verteidigern von Werten aufspielen, im Grunde nur überholte Normen und Strukturen verteidigen wollen.

Es gibt verschiedene Einstellungen, mit denen man gesellschaftliche und politische Entwicklungen betrachten kann, progressive und konservative. Die progressive geht davon aus, das Neue ist grundsätzlich erstmal positiv, während die konservative wesentlich skeptischer ist. Der Konservative sieht die Gefahr, dass bei der Veränderung auch manches über Bord geworfen werden könnte, was erhaltenswert ist. Beides sollte vernünftig in Einklang gebracht werden, wie ein Fahrzeug Motor und Bremse braucht. Hier liegt auch ein wichtiger Unterschied zwischen Konservativen und Rechten. Der Konservative meint Bremsen ist notwendig, um eventuell eine Kollision zu vermeiden, Rechte möchten gern den Rückwärtsgang einlegen und über Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit rasen.

Auf Grund meiner Lebenserfahrungen neige ich in vielen Fragen zu einer konservativen Einstellung. Ich bin aber kein Idiot und weiß, dass Wandel notwendig und richtig ist. Um es mit einem historischen Bild zu sagen, ich glaube, es ist besser Monarchen und Adel schrittweise zu entmachten, als sie sofort auf die Guillotine zu schicken. Ich distanziere mich aber deutlich von denen, die unter dem Vorwand für konservative Werte einzutreten nur überholte Normen und Strukturen verteidigen und am liebsten voll den Rückwärtsgang einlegen möchte. #Konservativstattrechts !

A simple logic: If you don`t want Trump, vote blue, no matter who

Nobody knows at the moment who will be the Democratic Nominee for President. After a few weeks or at least months we will know. Then the pivotal question will be, if the fans of the politicians, who are running now but are not nominated, will support the nominee.

Will we possibly make the same experience as in 2016 ? Many Bernie voters felt betrayed and drew the conclusion it would be better to vote for Trump, for a third party candidate or just not to vote. We know the result. In 2016 some people thought expressing frustration at the ballot box this way would do no harm, because Hillary would be elected anyway. This year nobody will have this excuse.

Some people say Bernie is to far left, others say Pete is to unexperienced and still others don`t want to have a billionaire in the White House. Okay. But you should ask yourself, if you compare anyone of the gallery above with Trump could he/she be worse than him? If your answer is no, you have no choice.

Go to the ballot box and vote for the Democratic Nominee, whoever he will be !