Ein konservativer, alter weißer Mann gegen Antifeminismus, Faschismus und Rassismus

Björn Höcke im Jahre 2015 auf dem Erfurter Marktplatz : „Wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken. Denn nur, wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft! Und nur, wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft. Und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde!“

Unübersehbar sind die großen Schnittmengen zwischen einem Antifeminismus, der sich über den sogenannten Genderwahn lustig macht, Faschismus, der Wehrhaftigkeit gegen fremde Einflüsse fordert, und dem Rassismus, der sich in AFD Tweets gegen die „barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden“ äußert. Die Leute, die solche faschistischen, rassistischen und sexistischen Äußerungen von sich geben sind keine Konservativen – wieviel Kreide sie manchmal vor einigen heuchlerischen Auftritten auch fressen mögen- und noch weniger sind sie Verteidiger einer abendländischen Kultur.

Der wahre Konservative weiß – bei allen biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern – es gibt keine typisch weibliche Rolle, die dem einem Geschlecht zu zuordnen ist und keine typisch männliche Rolle, die man dem anderen zuordnen kann. Faschismus bedeutet nicht konservativ sein, sondern zurück zu wollen in die dunkelste Vergangenheit. Und Rassismus ist eine hirnverbrannte Ideologie, die jahrhundertelang Unterdrückung gefördert und unsägliches Leid über die Menschheit gebracht hat. Es gibt keine natürlichen Rollen, die Geschlechtern oder Ethnien zugedacht sind, wer das meint, ist nicht von gestern, sondern von vorgestern.

Deshalb bekenne ich mich zu den Werten von Gleichheit der Menschen aller Herkunft, Geschlechter-Gleichheit und der Antifa. Und ich benutze bewusst diesen verkürzten Begriff, der so oft von AFD Hetzern und Leuten, die ihnen nachplappern – egal ob aus Unwissenheit oder gezielt – verleumderisch-diffamierend gebraucht wird. Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass es unter den mehr als 100 organisatorisch unabhängigen Gruppen in Deutschland, die unter dem Oberbegriff Antifa auftreten, auch solche gibt, die mit Vorsicht zu genießen sind. Aber vor allem gibt es auch unter dem Begriff „Antifa“ Gruppen, die der bayerische Verfassungsschutz 2016 lobte für Recherche- und Enttarnungserfolge : Das „Outing“ von Rechtsextremisten habe Straftaten verhütet und Teilnahme von Enttarnten an Aussteigerprogrammen bewirkt. Es gibt die Antifa Bonn/Rhein-Sieg, die 2019 den Bonner Oskar-Romero-Preis „für den Einsatz mit Ausgegrenzten und Entrechteten unserer Gesellschaft für eine gerechte, solidarische und in Übereinstimmung mit der Schöpfung lebende Welt“ erhielt. Antifa ist ein Sammelbegriff für alle Gruppen und Menschen, die dem Faschismus entschlossen entgegentreten.

Aus all diesen Gründen bekenne ich mich mit vollem Namen und Gesicht zu antifaschistischen, antirassistischen und feministischen Werten.

Die Seenotrettung, das Jüngste Gericht und wie es Gott die Sprache verschlug

Am Tage des Jüngsten Gerichts sprach Gott zu den Verfluchten: Ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben. Ich bin im Mittelmeer ertrunken und ihr habt mich nicht gerettet. Da antworteten sie: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder im Mittelmeer ertrinkend gesehen und dir nicht geholfen? Darauf antwortete Gott: Ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

Doch da wandten die so Beschuldigten ein: Herr, das mit dem im Mittelmeer ertrinken lassen, solltest du uns nicht vorwerfen. Das war nämlich eine gute Tat. Damit wollten wir nämlich verhindern, dass noch mehr Menschen aus den Gefängnissen in Libyen versuchten bei der gefährlichen Flucht ihr Leben zu riskieren. Wir wollten den Pull-Effekt verhindern. Deshalb haben wir dich im Mittelmeer ersaufen lassen.

Ob dieser Dreistigkeit verschlug es selbst Gott für einen Augenblick die Sprache.

Der Barmherzige Samariter, der Gutmensch und der Pull-Effekt

Ein Mann auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geriet unter die Räuber, die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüber kommender Priester sah den Verletzten und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit. Schließlich sah ein Samariter den verletzten Mann, erbarmte sich, versorgte dessen Wunden und transportierte ihn auf dem Reittier zur Herberge. Dort gab er am folgenden Morgen dem Wirt zwei Denare und beauftragte ihn mit der weiteren Pflege, verbunden mit der Zusage seiner Wiederkehr und der Erstattung weiterer Kosten.

Doch der Priester und der Levit beschimpften den Samariter als naiven Gutmenschen. Sie meinten der Mann hätte sich ohne Not auf einen gefährlichen Weg gemacht. Die Hilfe des Samariters würde nur zu mehr Toten führen, da sich die Leute leichtfertig auf den Weg machen würden. Der Herberge müsse verboten werden solche Leute aufzunehmen. Eine Studie würde ja auch diesen Pull-Effekt belegen. Sie hätten genau richtig gehandelt, als sie den Verletzten am Wegrand ignorierten.

Ähnlichkeiten der aktuellen Zustände zu den vor 2.000 Jahren sind rein zufällig.

Wie ich als ehemaliger Adenauer Kritiker dazu kam seine Leistung zu bewundern

Zu der Zeit, als ich als junger Mensch begann mich für Politik zu interessieren, ging die Ära Adenauer gerade zu Ende. Ich erlebte ein Deutschland, in dem man sich mehrheitlich weigerte, sich intensiv mit der Nazi-Vergangenheit zu beschäftigen, ein Deutschland in dem braune Richter in Amt und Würden waren und in Polizei, Verwaltung und anderen wichtigen Funktionen des Staatsapparats jede Menge Leute mit Nazi Vergangenheit. Chef des Bundeskanzleramts war Hans Globke, der das „J“ in den Pässen von Juden mit konzipiert hatte und 1938 daran gearbeitet hatte, das Namensrecht für Juden zu verändern, der sogar im Verdacht stand für die Deportation von Juden aus Nordgriechenland in Vernichtungslager in Polen verantwortlich zu sein. Und an der Spitze der Bundesregierung hatte 14 Jahre lang Konrad Adenauer gestanden, der all dies zumindest billigend in Kauf genommen hatte. Nebenbei ein Mann, der noch 1932 die Gefahr des Nationalsozialismus total unterschätzt hatte, der noch am 6. August 1932 an Paul Graf Wolff-Metternich zur Gracht geschrieben hatte: „Die Zentrumspartei verlangt dringend den Eintritt der Nationalsozialisten in die Reichsregierung. Sie wird bereit sein, alsdann diese Regierung zu tolerieren.“ Kein Wunder, für mich war Konrad Adenauer in den 1960ern trotz mancher unbestrittener Leistungen ( zB der Versöhnung mit Frankreich ) ein Symbol für deutsche Politik, die sich weigerte eine dringend notwendige Abrechnung mit der Zeit der Nazi-Verbrechen vorzunehmen.

Übrigens im Wahlkampf 1961 ( Adenauer und Brandt waren Spitzenkandidaten von Union und SPD ) machte Globke laut CIA-Dokumenten Brandt das Angebot, aus dessen Exilzeit resultierende vorgebliche Vaterlandsverratsvorwürfe nicht zum Wahlkampfthema zu machen, vorausgesetzt, die SPD würde das Thema Globke nicht verwenden. Brandt soll – so die Unterlagen – auf den Vorschlag eingegangen sein. Eigenartig, fragte ich mich, was war das für eine Wählerschaft 1961, bei der die mögliche Beteiligung an Holocaust Verbrechen offensichtlich aufzurechnen war gegen die Tatsache, dass ein von Nazis gesuchter Widerstandskämpfer vorübergehend norwegische Uniform getragen hatte.

Erst Jahrzehnte später, als ich mich bei Vorarbeiten zu meinem Buch “ Und die da reden von Vergessen“ mit vielen Details der frühen deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigte, wurde mir klar unter welch extrem ungünstigen Bedingungen Konrad Adenauer und andere nach 1945 beginnen mussten, ein freiheitlich demokratisches Deutschland aufzubauen. In den Jahren 1945-49 ( für die 1950er gibt es keine entsprechenden Untersuchungen ) waren ca die Hälfte der Deutschen der Meinung, der Nationalsozialismus sei eine gute Sache gewesen, nur in einigen Fragen schlecht gemacht ( belegt durch von US Militär beauftragte Untersuchungen) . Unter diesen Umständen erscheint Adenauers Bemerkung „Man schüttet kein dreckiges Wasser aus, wenn man kein reines hat!“ nicht mehr unverständlich.

Auch am anderen Ende des politischen Spektrums gab es genug Gegenwind. Ungefähr ein Achtel der Bevölkerung standen kommunistischen Ideen positiv gegenüber und befürworteten nach dem Krieg sozialistische Lösungen sowjetischer Prägung. In der SPD – anfangs teilweise auch in der CDU ( Ahlener Programm 1947 ) wurde eine Wirtschaftsordnung mit staatlicher Lenkung und weitgehender Verstaatlichung der Großindustrie favorisiert.

Und die Teile bürgerlicher Kreise, die sowohl dem Nationalsozialismus als auch allen Spielarten des demokratischen Sozialismus immer deutlich ablehnend gegen über standen ? Nicht untypisch für die Einstellung eines großen Teils diese Kreise ist zB Franz Oppenhoff, vom US Miltär auf Empfehlung des katholischen Bischofs von Aachen als Oberbürgermeister eingesetzt und am 25. März 1945 von einem Nazi Kommando ermordet ( dieser Mord spielt übrigens in meinem Buch „Und die da reden von Vergessen“ eine wesentliche Rolle) . Er lehnte die Vorstellung, in Deutschland wieder eine Parteien-Demokratie einzuführen entschieden ab. Offensichtlich befürwortete er so etwas wie eine ständische Ordnung. Dies geht eindeutig aus den Vernehmungsprotokollen des US Militärs hervor. Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang die Erinnerungen von Saul K. Padover, einem US Geheimdienstoffizier, der in dieser Zeit in Deutschland tätig war, ( Psychologist in Germany: The Story of an American Intelligence Officer ).

Konrad Adenauer und andere, die anfangs eindeutig in der Minderheit waren, hatten aber einen klaren Kompass. Sie wollten Deutschland als eine liberale repräsentative Parteien-Demokratie aufbauen. Gleichzeitig wurde ein kapitalistisches Wirtschaftssystem angesteuert, das aber eine soziale Ausprägung haben sollte. Adenauer wusste ganz klar, ohne eine florierende Wirtschaft mit gleichzeitig deutlichen sozialen Komponenten würde keine Akzeptanz des demokratischen Systems erreicht werden. So setzte er beispielweise die Rentenreform von 1957 gegen Widerstände Ludwig Erhards und anderer wirtschaftsliberaler Kräfte in der Union durch. So verhinderte er Altersarmut und schaffte gleichzeitig breite Akzeptanz für seine Politik.

Was uns heute selbstverständlich erscheint, eine liberale Demokratie, ein freies Wirtschaftssystem ergänzt durch eine Vielzahl sozialer Absicherungen, eine klare Westbindung und Deutschland in einem Europa, in dem seit Jahrzehnten Frieden herrscht, das war vor mehr als 70 Jahren alles andere als selbstverständlich. Deshalb meine ich – auch wenn die notwendige Aufarbeitung des NS Vergangenheit erst von der Nachkriegsgeneration durchgeführt wurde – sollten wir dankbar sein für das, was ist. Konrad Adenauer – am 5. Januar vor 144 Jahren geboren – hat daran einen wesentlichen Anteil .

An eye for an eye leaves the whole world blind.

It’s been more than 50 years since I learned something very important about war against guerrillas and terrorists. At that time I had the opportunity to listen to a young fighter of the Vietnamese Liberation Front (Viet Cong), she was full of hatred and boasted how many US soldiers she had already killed. I was shocked but I began to understand when I heard her story.

She lived as a young girl in a small village in the middle of South Vietnam near the jungle. It was war, but the people in this village did not care about. They just wanted to work on their fields and did support neither one side nor the other. But one night there was an US platoon near their village. And there was a sniper in the jungle, who had nothing to do with the people in the village. But the sniper shot at the soldiers. And the US soldiers thought, the sniper had been backed by the village. They went there, burnt the village down and killed most of the people.

Some village people survived. And what did they do? They joined Viet Cong and dedicated their lives to the fight against US . When I heard and understood that, I knew the US had no chance in Vietnam. They would kill innocent people again and again, creating new hatred and bringing new fighters to the enemy.

Today I read the news: Protesters broke into the heavily guarded compound of the United States Embassy in Baghdad on Tuesday and lit fires inside to express their anger about US airstrikes. What did happen before? Terrorist had killed an American contractor. The US held a strong response necessary. Five airstrikes in Iraq and Syria against Shia militia bases. 25 people were killed and 55 wounded. A successful response? I doubt. There is no conclusive evidence that the targeted people had to do with the killing of the contractor. The Kataib Hezbollah militia surely has some ties to Iran, but it has been a fighter against IS too. And last not least, US airstrikes on Iraqi territory are a violation of the sovereignty of the ally, Iraq. And under the line, a lot of Anti-American hatred is inspired again.

Did we really learn something? Or do we still follow a simple logic, that means, first hitting back and then thinking. Does anybody believe to be able to solve complicated political situations by a few well targeted airstrikes? I remember Mahatma Gandhi : An eye for an eye leaves the whole world blind. I wish you all a Happy New Year and Peace for 2020.

A Christmas Tale 1944

My book „Die Macht des Schicksals“ (The Force of Destiny) has an epilogue, which is at the same time the prologue of a new book that`s been published in 2016 ( Und die da reden von Vergessen ). Serena, one of the acting persons, tells how her grandfather came for the first time to Germany at Christmas 1944. It`s inspired by a real incident in those days and I publish it again in remembrance of soldiers and civilians, who suffered 75 years ago during the Battle of the Bulge and didn`t forgot the Message of Christmas in spite of all.

Serena begins to tell: My grandfather came to Germany in December 1944. On December 16 Hitler commanded the Battle of the Bulge to still enforce the turn on the Western Front. It is bitterly fought on both sides. The American troops  actually came under pressure.
It was a hard and snowy winter. Grandpa Joe, at that time not even 20 years old, a young black soldier from the South of the USA, experienced for the first time snow. He often had dreamt of it, but this experience is really not desirable in these circumstances.
On December 24 he is separated along with two comrades from the troops. He has a gunshot wound, only scantly supplied. The two others support him while trudging through the deep snow.
He trembles. Is it the cold? Is it blood loss? Probably both. They don`t know exactly where they are. In Belgium? In Germany? In any case in the vicinity of the boundary.
Evening starts and they see a lonely house. There`s a light. It is inhabited. Shall they dare and go there? After a brief consultation they opt for the following. They want to go to the house, knock at the door and ask the inhabitants, if they can warmup and rest a little bit. They want to do so, no matter if Germans or Belgians are in there.
In the house Helga works in the kitchen and cooks chicken soup. She thinks of her husband. How nice would it be, if he could be with them at Christmas. She sighs. Of course this is not possible. Secretly she had hoped, this terrible war would be over before Christmas. But it does not look like this now. Her 12 years old son, Fritz looks at her and sniffs eagerly the smell that draws over from the stove. Times are bad and his mother had often enough problems to feed him. But for Christmas Eve she has saved something at least in modest size to bring it on the table.
Now it knocks at the door. She has no idea, who could it be. She goes to the door carefully and opens. There are three soldiers with unknown uniform and black skin color. They must be Americans. For a moment she is scared. Then the soldiers speak to her in an unknown language with friendly voice. She only hears „cold and warm“, of course there are more words, but the doesn`t understand. The soldiers have weapons, they could gain entry by force, But they don`t. Helga thinks of her husband, who – God knows where – is probably exposed to the cold. She decides spontaneously and makes an inviting motion with her arm: Come in.
The Three soldiers enter and say Thank you` with a smile. The communication is difficult, because nobody speaks the language of the other. When Helga sees the wounded Joe, she points at the sofa. His comrades take him there, because that`s the best place to rest. Now all others sit down on chairs around the kitchen table.
Helga thinks how to solve the problem with the dinner. She was only prepared for two persons, now they are five. At this moment there`s a knock again at the door.
“German Army, open please.” Helga and Fritz are pale. They know, what they are doing is called abetting the enemy. People have been executed for this. The American soldiers didn`t understand, but they make sure for all cases that their weapons are ready to hand.
Helga thinks: “At least they said, please” Now she goes heart pounding but determined to the door. She opens just a crack.
Five German soldiers are standing outside, greatcoats covered with snow. They seem as frozen as the Americans before. “Please let us in to warmup a little bit.”
Helga hesitates for a moment. What shall she say? Then she decides spontaneously, takes the bull by the horns and speaks with firm voice:
“Of course you can come in. But there`re already three Americans, one of them is wounded and they are as frozen as you. I tell you, stay peacefully. It`s Christmas Eve. Peace on earth”
The German soldiers hesitate, but the last words of Helga have an effect as a magic formula. Christmas Eve. Peace on Earth. They enter silently and cautiously.
At once the eyes of American and German soldiers meet. Nobody says a word. But one question is unspoken in all eyes: Aren`t you as tired as we are to shoot at each other? Wouldn`t it be better to have peace at least for a few hours? And all nod to each other in silent agreement.
It goes through Helga`s head. I prepared dinner only for Fritz and me. But now we are ten. She has some stocks in the basement for the last case of emergency. She speaks to the Germans and gives clear the Americans with hand movements and gestures that she is going to prepare dinner. The answer is a thankful smile from all sides. The soldiers look around and see some branches of fir and some candles that give some Christmas atmosphere. When Helga comes from the basement she lights the candles and asks Fritz to sing a Christmas carol.
He begins and she sings in the background:
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht,
Nur das traute hochheilige Paar
Holder Knabe im lockigen Haar
Schlaf in himmlischer Ruh
Schlaf in himmlischer Ruh
The German soldiers buzz with. And the Americans recognize the melody too. The first who begins to sing is the wounded Joe.
Silent night, holy night
All is calm, all is bright
Round yon virgin, mother and child,
Holy infant, tender and mild,
Sleep in heavenly peace,
Sleep in heavenly peace.
Tears are in the eyes of the soldiers, who saw so many terrible things. The hearts that were hardened, soften now. The magic of Christmas reached them all.
Helga stays at the cooker and conjures up from the rests she brought up from the basement a meal for her guests.
All smell full of gratitude the fragrance of the dinner. It is of course only a modest Christmas dinner under these circumstances. But it seems to be a banquet for all of them.
All sit around the table and before they eat Helga opens the Holy Bible and reads. All listen and even the Americans seem to understand, when she says in German:
“Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen.“
„Glory to God in the highest . And peace to his people on earth.” Joe says. And all answer: “Amen” Then they enjoy their meal.
The next morning the soldiers leave. The Germans in one direction, the Americans in the other. The war lasted yet four months. But it stood still for about twelve hours in this small house near the German Belgian border.
Serena adds: My grandpa Joe died recently at the age of nearly ninety. Before his death he was suffering from dementia. But even then he remembered this night very well and the first German words he had learnt this night.
Heilig Abend – Frieden auf Erden
Christmas Eve – Peace on Earth
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I wish you all Happy Holidays

Wenn die Brandmauer zwischen Konservativen und Faschisten fällt, sind wir nahe Weimar

Zerbröseln langsam die Brandmauern zwischen Konservativen und Faschisten? Die Demokratie der Weimarer Republik wurde bereits Jahre vor 1933 dadurch sturmreif geschossen, dass konservative Politiker mehr und mehr Nazis für akzeptabel hielten, politische Feinde ausschließlich links sehen wollten und Nazis als Verbündete ansahen. Haben wir aus den Erfahrungen der Geschichte gelernt?

Lange sah es so aus. Auch offizielle Erklärungen der CDU Parteivorsitzenden und des Generalsekretärs machten Hoffnung. Aber wie sieht es aus, wenn es zur Nagelprobe in der Praxis kommt?

Das CDU Kreisvorstand-Mitglied Robert Möritz ist als Ordner bei einer Neo-Nazi Demo tätig gewesen. Obwohl das offensichtlich kein einmaliger Ausrutscher ist – seine Mitgliedschaft im rechtsextremen Verband Uniter ist bekannt – spricht ihm der Kreisvorstand der CDU Anhalt-Bitterfeld das Vertrauen aus. Als die Grünen die CDU dafür scharf kritisieren, prescht Sven Schulze – Generalsekretär der CDU Sachsen-Anhalt und stv. Vorsitzender der CDU/CSU im EP – vor, verlangt eine Entschuldigung der Grünen und macht davon sogar die Koalitionsfrage in Sachsen-Anhalt abhängig.

Ich frage: Gibt es Kräfte in der CDU die Koalitionen mit den demokratischen Parteien in den ostdeutschen Landtagen bewusst platzen lassen wollen? Sollen so von der AFD tolerierte CDU Minderheitsregierungen herbeigeführt werden? Ist das Teil einer Strategie, an derem Ende Koalitionen zwischen Union und AFD stehen sollen? Wie steht die CDU Bundesführung dazu? Wann sieht sie endlich einen Grund hier zu intervenieren?

Ich glaube für die CDU steht eine Nagelprobe bevor. Was folgt auf die klaren Abgrenzungsbeschlüsse und Erklärungen in der Praxis? Ich kann nur hoffen, dass man aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt hat. Ich möchte aber auch Politiker anderer Parteien der Mitte oder der Linken warnen, jetzt nicht etwa zu frohlocken. Zu meinen, wenn die CDU vielleicht faschistische Läuse in ihrem Pelz duldet, wäre das von Vorteil. Dann könne man ja besser gegen sie polemisieren und daran gehen, rein linke Bündnisse zu schmieden. Solch ein Spiel würde fatal ausgehen. Es könnte dazu führen, dass sich am Ende zwei Blöcke gegenüber ständen. Und das ist genau das, was die Faschisten wollen.

Gefragt ist klare Kante der Union gegen alle Nazi-nahen und extremen Tendenzen in den eigenen Reihen auch in der Praxis. Gefragt ist auch die Solidarität aller Demokraten. Ich hoffe, dass man aus der Geschichte gelernt hat.