Geistiges Eigentum im digitalen Zeitalter

Der 26.April ist der Welttag des geistigen Eigentums gewesen. Ein Anlass zum Nachdenken über seine Geschichte  und wie es heute in unserem digitalen Zeitalter darum steht. Die Idee des individuellen geistigen Eigentums gibt es erst in der Neuzeit. Im Mittelalter war geistiges  Eigentum immer an eine Gruppe oder einen Stand gebunden, Zünfte, Gilden oder ein Orden zum Beispiel. Erst seit Beginn der Neuzeit gab es Bestrebungen, das geistige Eigentum des Einzelnen zu sichern. Es war aber lange Zeit nicht möglich, dass ein Künstler zum Beispiel von den Tantiemen seiner Werke leben konnte. Antonio Vivaldi, der viel wunderbare Musik geschaffen hat, neben anderem fallen mir die Vier Jahreszeiten ein, wurde 1741 in einem Wiener Armengrab  beerdigt.  Das Urheber- und Patentrecht ist in seinem Kern im 19. Jahrhundert entstanden. Grundgedanke war und ist, dass dem Erfinder oder Künstler auch ein angemessener längerfristiger Ertrag seiner geistigen Produkte zustehen soll. Dieser war für den Kreativen immer gefährdet durch Piraterie auf der einen und wirtschaftliche Übermacht auf der anderen Seite. Diese Gefahren sind in unseren digitalen Zeiten größer denn je. Es gibt für den Künstler aber auch Chancen und Möglichkeiten, die es früher nicht gab. Plattformen wie YouTube geben die Gelegenheit sich direkt an den Konsumenten zu wenden, Autoren können ihre Bücher selbst verlegen und auch eigene Marketing Strategien entwickeln. Ich persönlich neige immer zum Optimismus und dazu die Chancen zu sehen. Der Wind weht, wo er will. Aber wir können Windmühlen bauen.

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