Eine total verrückte Welt

Einige US Politiker, die Präsident werden wollen, meinen sie könnten das Problem IS mit Bombenteppichen lösen. Zur gleichen Zeit wird das Welt-Kulturerbe Palmyra in Syrien von Assads Armee mit Unterstützung russischer Truppen vom IS befreit. Müssen wir dem Kriegsverbrecher Assad jetzt dankbar sein?

Die EU schließt ein Abkommen mit der türkischen Regierung. Die Türkei nimmt Flüchtlinge zurück, die von dort nach Europa wollen. Zur gleichen Zeit ist es bereits vorhersehbar, dass Europa Kurden, die in der Türkei verfolgt werden, Asyl gewähren muss. Wenn die türkische Regierung ihre aggressive Politik gegen die kurdische Bevölkerung fortsetzt, ein sehr wahrscheinliches Szenario. Und gleichzeitig müssen türkische Journalisten, die kritisch über Präsident Erdogan berichten, mit gerichtlicher Verfolgung rechnen. Sollen wir die Türkei tatsächlich als ein sicheres Herkunftsland betrachten?

Die US Regierung rühmt sich, verhindert zu haben, dass der Iran in absehbarer Zukunft eine Atommacht wird. Zur gleichen Zeit ist aber bekannt, dass Israel seit einigen Jahrzehnten Atommacht ist. Dies ist bereits in den achtziger Jahren bekannt geworden durch die Enthüllungen von Mordechai Vanunu. Dieser wurde dafür widerrechtlich nach Israel entführt und musste eine lange Gefängnisstrafe verbüßen und selbst heute noch hat er keine volle Bewegungsfreiheit und darf das Land immer noch nicht verlassen. Sollen wir Israel als einen Hort des Friedens und der Freiheit preisen?

Die internationale Politik ist gefangen in Heuchelei und Dilemma. Viele Menschen werden mich naiv nennen, aber ich glaube es ist nur ein Weg aus dem Teufelskreis. Wir müssen uns verabschieden von der Idee, das Böse mit militärischen Mitteln auslöschen zu können. Gewalt wird immer wieder neue Gewalt schaffen. Bombenteppiche führen zu zahllosen toten Zivilisten als sogenannter Kollateralschaden. Schließlich müssen wir verstehen, dass Mütter in Damaskus und Bagdad  genauso über ihre toten Kinder weinen wie Mütter in New York oder Paris. Diese Welt braucht nicht mehr Kriege und mehr Waffen, sie braucht mehr Liebe und gegenseitiges Verstehen.

Wir müssen lernen zusammen zu leben als Brüder oder wir werden zusammen untergehen als Narren.

( Martin Luther King)

 

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