Ja , es ist unser Problem

Ist Armut und Ungerechtigkeit in Ländern, die weit weg sind, unser Problem? Ich sage: Ja es ist es. Dafür gibt es zweierlei Gründe.

Erstens moralische Gründe. „Liebe deinen Nächsten!“ das ist eine Verpflichtung für jeden Christen. “ Wahrlich, ich sage euch, was immer ihr getan habt für einen dieser geringsten unter euren Brüdern und Schwestern, das habt ihr für mich getan. ( Matthäus 25,40) . Ein Christ kann niemals sagen, das Elend in der Welt, sei nicht sein Problem. Aber auch Gläubige anderer Religionen oder diejenigen, die sich humanistischen Traditionen verpflichtet fühlen, können der Armut und dem Elend in der Welt nicht gleichgültig gegenüberstehen. Barmherzigkeit und Fürsorge sind überall hohe Werte.

Und Leute, die an keine Werte glauben und nur ihren eigenen Vorteil suchen? Wenn sie nicht dumm sind, wissen sie zumindest dies: Es wird nicht mehr lange möglich sein, in einer Welt zu leben, in der ein Fünftel der Bevölkerung vier Fünftel der Ressourcen verbraucht und sich dabei nicht um die Probleme der armen Völker kümmert. Wenn wir uns nicht mit diese Probleme beschäftigen, werden diese Probleme nämlich auf uns zurückfallen. Entweder indem die Armen als Kriegs oder Armutsflüchtlinge zu uns kommen, oder noch schlimmer in dem sie zu Kämpfern radikaler Bewegungen werden wie ISIS, Al Kaida oder anderen. Und militärische Antworten darauf werden uns auf Dauer überfordern.

Wir müssen uns um die Armut in der Welt kümmern, wir haben keine andere Chance!

Sie sagen, das ist zu teuer? Dann rechnen wir mal nach: Die weltweiten Rüstungsausgaben sind ungefähr 1.700 Milliarden US $. Der sogenannte Marshall Plan, European Recovery Program, wurde mit Unterstützung beider Parteien im US Kongress 1948 nach dem zweiten Weltkrieg gestartet. Der finanzielle Umfang belief sich auf 13 Milliarden US $, unter heutigen Verhältnissen wären das etwa 130 Milliarden US $. Es war ein Programm für vier Jahre, also ungefähr 33 Milliarden US $ pro Jahr. Wenn die reichen Länder der Welt ihre Militärausgaben nur um einen wesentlichen Teil kürzen würden, wäre das genug, um einen weltweiten Marshall Plan zu finanzieren, der den der Nachkriegszeit um ein vielfaches übertreffen könnte.

Alles nur eine Utopie? Es sollte dies nicht sein. Ist es wert, sich dafür einzusetzen.

Ja es ist es!

Alles ist unmöglich, bis es gemacht wird.

( Nelson Mandela )

 

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