Die Göttinger Achtzehn und sechzig Jahre danach

Heute vor 60 Jahren, am 12. April 1957, veröffentlichten 18 hochangesehene Atomforscher aus Deutschland eine Manifest gegen die angestrebte Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen. Unter Ihnen die Nobelpreisträger Otto Hahn, Max Born und Werner Heisenberg. Anlass war eine Erklärung von Bundeskanzler Konrad Adenauer wenige Tage zuvor, durch die er versuchte die Gefährlichkeit von Atomwaffen zu verharmlosen, indem er taktische Atomwaffen als eine „Weiterentwicklung der Artillerie“ bezeichnete. Die Erklärung der Göttinger Achtzehn hat damals die deutsche Anti-Atombewegung ausgelöst.
Und wie sieht es heute aus ? Es gibt weltweit mehr als 15.000 Atomsprengköpfe. Jeder besitzt ein Vielfaches der Sprengkraft der Hiroshima Bombe. Offizielle Atommächte sind USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China. Zusätzlich ist es sicher, dass Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea im Besitz von Atomwaffen sind.
In Deutschland sind in Büchel in der Eifel und wahrscheinlich an einigen weiteren Standorten atomare Sprengköpfe der US Streitkräfte gelagert und es kann jederzeit von dort atomare Vernichtung an den Ort gebracht werden, der auf Befehl des Präsidenten der USA als Ziel ausgesucht wird.
Dieser Präsident is zur Zeit Donald Trump. Der Donald Trump, der noch 2016 in einem einstündigen Gespräch zur Außenpolitik mehrmals über Atomwaffen sagte „Wenn wir sie haben, warum können wir sie nicht benutzen?“
Es ist eine in der Geschichte oft beobachtete Tatsache, dass autoritäre Politiker versuchen von einem innenpolitischen Desaster abzulenken, indem sie sich in militärische Abenteuer stürzen. Bei Donald Trump beobachten wir zur Zeit, dass er nach 80 Tagen innenpolitischem Desaster außenpolitisch eine 180% Kehrtwende macht und den starken Mann spielen will. Der Militärschlag in Syrien und Kriegsschiffe Richtung Korea unterwegs sprechen eine deutliche Sprache.
Ich bin überzeugt, wir haben allen Anlass besorgt zu sein.
Lasst uns unsere Besorgnis und unseren Friedenswunsch überall zum Ausdruck bringen.

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3 Gedanken zu “Die Göttinger Achtzehn und sechzig Jahre danach

  1. In times like these, it is profitable for the heart, the mind and the Soul to not worry about these things. It is like the bully being confronted in the school yard. If you wait him out, make you your move by striking at the unexpected weak point, the surprise move reduces this image of threat to bluster. I refer to „Fear“. It wants us to give substance to a threat. Just like when we fear the bully, we can become overwhelmed by our minds. There has never been a President in America which really has unrestricted power. It takes a group of people to run America. There is a large constituency in America which strives to paint a particular picture of Trump. A caricature even. But that is backed by those who have a goal. They even own large Media outlets, powerful. I don’t let these things preoccupy my mind because God is ultimately in control. His will be done. I will not be manipulated especially by fear. I’d rather end up vaporized than give in to fear. Excellent post. Very good representation of themes.

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