Putins Propaganda-Apparat und seine nützlichen Idioten

Putin hat zahlreiche Bewunderer und Freunde im Westen. Es fällt auf, dass diese vor allem unter den Rechtsextremen zu finden sind.  

  • Ein russischer Banker und Putin-Freund unterstützt Marine Le Pen in Frankreich mit Krediten in zweistelliger Millionenhöhe. Le Pen  rühmt Putin als den „letzten Verteidiger christlicher Werte in Europa“ der sich „nicht von der homosexuellen Lobby unterjochen lasse“.
  • Der rechtsextreme Innenminister Italiens, ist ein ausgesprochener Putin Fan, er hat immer wieder Fotos von sich und Putin in sozialen Medien veröffentlicht. Die Lega Nord wurde im letzten Wahlkampf auch kräftig von russischen Trollen unterstützt.
  • Die rechtsextreme Regierungspartei FPÖ fällt immer wieder durch ihre Russlandnähe auf. Zuletzt hatte die von der Partei eingesetzte (parteilose) Außenministerin Putin zu ihrer Hochzeit eingeladen, samt Tanz und anschließendem Hofknicks vor dem russischen Präsidenten.
  • Es gibt zahlreiche Indizien, dass der wichtigste Finanzier der Pro-Brexit Kampagne russisches Geld verwendet hat, um die Partei UKIP des Rechtspopulisten Farage zu unterstützen.
  • Trump ist nicht nur Putin-Bewunderer, er hat bei seiner Wahl von der Unterstützung russischer Kräfte profitiert. Es gibt zahlreiche konkrete Hinweise für Absprachen, Zusammenarbeit und dadurch entstandene Abhängigkeiten Trumps. 
  • Und auch die AFD ist für Russland Freundlichkeit bekannt. Selten kommunizieren die Parteichefs Gauland und Meuthen so ehrfürchtig wie über und mit Putin, „an Seine Exzellenz Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation. Wir gratulieren Ihnen, Herr Präsident, zu Ihrer vierten Wiederwahl.“ Wegen zweifelhafter Verbindungen und Zuwendungen wie Privatflügen nannten die Grünen die AfD schon den „verlängerten Arm Putins im deutschen Parlament“. Die AFD tat sich auch oft durch Kritik an mangelnder Russland-Freundlichkeit der Bundesregierung hervor.

Der russische Propaganda Apparat im Netz funktioniert geradezu perfekt.  Putin, selbst ein ehemaliger Geheimdienstler, weiß genau, wie das Spiel funktioniert: Fehlinformationen streuen, Fakten, die ihm unangenehm sind bestreiten und als Fake News verleumden und somit eine Klima schaffen, in dem viele völlig verunsichert sind, was jetzt glaubhaft ist oder nicht. So kann man Leute losschicken, die ehemaligen Doppelagenten vergiften, Linienflugzeuge abschießen und anschließend wissen viele nicht mehr, was sie glauben sollen  .

Die politische Debatte in der Öffentlichkeit ist in liberalen Demokratien das wichtigste Mitbestimmungsinstrument außerhalb von Wahlen. Sie umfasst im weiteren Sinn sowohl klassische Medien als Korrektiv und Kontrollinstanz wie auch ein ständiges Stimmungsbild der Bevölkerung. Putins Manipulatoren haben es mithilfe des Internets geschafft, die Debatten liberaler Demokratien wesentlich zu beeinflussen. Das Erstarken autoritärer, rechter und rechtsextremer Kräfte wurde dabei teils ausgenutzt und teils forciert.

Die Strategie dahinter ist ein klassischer Geheimdienstansatz: Die Schwächung der Gegner macht uns automatisch stärker . Natürlich arbeiten auch westliche Geheimdienste nach diesem Schema. Aber der Ex KGB Agent Putin hat für Russland dieses System geradezu perfektioniert.

Geht sein Spiel auf ? Einen Keil zwischen USA und Europa treiben. Zwietracht zwischen den Staaten der Eu säen. Die freien Medien des Westens als Fake News Medien und den öffentlich rechtlichen Rundfunk als Staatsfunk zu diskreditieren und so mit den Propaganda Medien der Diktaturen gleichsetzen. So die westlichen Demokratien schwächen. Viele bezahlte Trolle aber auch wohl gutgläubige nützliche Idioten helfen ihm dabei.

Lasst uns im Sinne der Erhaltung unserer liberalen Demokratien mit aller Kraft dagegen wirken!

3 Gedanken zu “Putins Propaganda-Apparat und seine nützlichen Idioten

  1. Pingback: Putins Propaganda-Apparat und seine nützlichen Idioten – www.European.expert

  2. Zu Zwietracht zwischen den Staaten Europas säen. Genau diese Methode führt zu einer Lähmung des Staatenverbundes EU. In den meisten Fällen müssen alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen. Dies gelingt selten. Deshalb braucht es den Neuanfang mit dem föderativen und dem Subsidiaritätsprinzip verpflichteten Bundesstaat Europa. Wie Art. 23 des Grundgesetzes fordert.

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  3. Falls es Dir entgangen sein sollte (es war damals sogar eine Nachrichtenmeldung wert), hatte Putin ( weiß nicht mehr wann das war) sämtliche Führungspersönlichkeiten der rechten europäischen Szene zu einem nichtöffentlichen Meeting eingeladen! Es wurde gemunkelt das Putin Strategien besprochen haben soll und Gelder versprochen haben soll!

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