69 Jahre Schuman Erklärung Rückblick und Ausblick

Adenauer und Schumann 1951 in Paris

„Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“
„Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“

Diese Worte aus der Schuman Deklaration vom 9. Mai 1950 beweisen, dass es damals schon um viel mehr ging als um Kohle und Stahl. Der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte.

1951 unterzeichnen 6 Länder den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl

1958 die Römischen Verträge treten in Kraft, die Europäische Wirtschafts Gemeinschaft ist gegründet

1979 zum ersten mal wählen die Bürger aus 9 europäischen Ländern die Abgeordneten für das Europa Parlament

1985 das Schengener Abkommen wird von 5 EG Mitgliedstaaten unterzeichnet

1992 Vertrag über die Europäische Union ( Maastricht-Vertrag)

1997 der Vertrag von Amsterdam, der am 1. Mai 1999 in Kraft tritt, weitet die Befugnisse des Europäischen Parlaments aus und das Schengener Abkommen wird in EU Recht integriert, Grenzkontrollen an den Binnengrenzen der EU (Ausnahmen UK und Irland) fallen endgültig weg (genehmigungspflichtige Ausnahmen).

2002 am 1. Januar führen 12 Mitgliedstaaten der EU den Euro als Bargeld ein, derzeit ist der Euro in 19 Ländern offizielle Währung

2013 am 1. Juli wird Kroatien in die EU aufgenommen, die jetzt 28 Mitgliedstaaten hat

2018 die EU hat 512 Mio Einwohner, davon haben 341 Mio den Euro als Währung

Auch wenn nicht alles so glatt und fehlerfrei gelaufen ist, wie man sich das vielleicht hätte wünschen können, wenn wir heute 70 Jahre zurückblicken, so sehen wir eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen. Es gibt zwar Kräfte, die die Europäische Union gern auseinandertreiben möchten und am liebsten zurück in den Zustand der 1950er Jahre zurückversetzen würden. Das sind Kräfte außerhalb und innerhalb der EU. Sie können noch so laut schreien und versuchen Sand ins Getriebe zu werfen, langfristig werden sie die europäische Erfolgsstory nicht aufhalten.

Es ist viel geschafft, aber auch viel zu tun. Europa darf nicht in erster Linie ein Europa der Banken, Bürokraten und Konzerne sein, es muss viel mehr ein Europa der Bürger werden. Die Rechte des europäischen Parlaments müssen weiter gestärkt werden. Aus einer Wirtschafts- muss Schritt für Schritt auch eine Sozial-Union werden. Vor allem aber muss ein Europa des Friedens und der gemeinsamen Werte zusammenwachsen.

Trotz aller Hindernisse, die es zu überwinden gilt, bin ich zuversichtlich, unsere Enkel und Urenkel werden in weiteren 70 Jahren zwar noch Deutsche, Franzosen, Italiener, Polen und Spanier seien, aber vor allem werden sie sich als Bürger der Vereinigten Staaten von Europa fühlen.

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